Fine Dining in Paris

Welcome to the good food club

Nahezu jedes Mal, wenn wir von der Diagnose erzählen und die groben Eckpfeiler der Therapieformen und Wachsamkeit erklären, entstehen offensichtliche riesengroße Fragezeichen in den Gesichtern unseres Gegenübers, wenn es um Ernährung und Lebensmittel geht. Natürlich hat sich unser Blick auf die Teller verändert. Ganz automatisch scannen wir den gedeckten Tisch oder die Speisekarten nach Kohlenhydraten ab, denn das ist in erster Linie mal für uns der wichtigste zu kalkulierende Wert. Aber auch nach dieser Erklärung kommen sehr schnell die nächsten Fragen auf: Was sind denn alles Kohlenhydrate? Und woher weisst du, wie viel in diesem oder jenem steckt? Zuhause ist es natürlich leichter, wir wissen ja nun schließlich was und wie wir kochen. Auswärts ist es anders: Es handelt sich um ein ungefähres Schätzen, ein bisschen Hoffen und Raten, vermischt mit der eigenen Erfahrung und natürlich Google.

Für die meisten Lebensmittel haben wir die Kohlenhydrate im Kopf – wir wissen ungefähr wie viel der kleine Teller Nudeln, das Viertelstück Apfel oder die halbe Breze haben. Aber fast schon euphorisch sind wir, wenn es einmal wie in einer ganz „normalen“ Familie zugehen darf. Kopf aus und einfach leben & genießen.

Um meine Gefühle vielleicht etwas nachvollziehen zu können, möchte ich ein sehr bewusstes Erlebnis teilen: Am Anfang der Diagnose damals wieder zurück in Deutschland gab es für mich einen Moment, der mich zum ersten Mal hat so richtig traurig und wütend werden lassen – ich war total eifersüchtig und neidisch – das kannte ich so nicht von mir. Am Nachbartisch in einem Lokal wurde nämlich für die Kinder in ähnlichem Alter unseres Kleinen bestellt: Völlig sorglos und beliebig. Ohne Kopfrechnen oder Bedenken, wie sich denn das Kinder-Schnitzel mit Pommes und die Apfelschorle jetzt auf den Körper auswirken werden. Es machte mir unverschleiert sichtbar, wie unkompliziert und einfach es doch sein kann. Wie frei und intuitiv die Kinder entscheiden können. Das wollte ich auch. Das wünschte ich mir auch für unsere Familie. Für unseren Kleinen. Aus diesem Moment der Trauer habe ich aber retrospektiv viel Kraft gezogen und eine elementare Entscheidung getroffen. Wir können & werden es genauso schaffen. Mit einigen Ritualen und unserer wundervollen Vielfalt an Lebensmitteln schaffen wir eine gesunde und sorgenfreie Umgebung. Wir eifern nicht dem Schnitzel hinterher, auch wenn es das auch manchmal geben darf, sondern wir gestalten für uns alle zuhause einen bewussten, nährstoffreichen Haushalt – den genussvollsten kulinarischen Raum überhaupt. Focus on the good! Und der fantastische Nebeneffekt: Auch der Seele geht es gut. Win, win, win!

Wir haben über die letzten Monate für uns das perfekte Good Food gefunden, welches man ohne Reue & in adäquaten Mengen auch ohne extra Insulin schnabulieren kann.

  • Oliven, egal ob schwarz, grün, groß oder klein, gefüllt oder mit Kern
  • Prinzessinnen-Bohnen frisch blanchiert mit Fleur de Sel
  • Edamame, frisch blanchiert mit Fleur de Sel
  • Pistazien, Erdnüsse und Walnüsse zum Schälen
  • Artischocke mit Zitronen-Mayo und Schalotten-Vinaigrette
  • Auberginencreme
  • Eier
  • Tomate mit Burrata oder Mozzarrella
  • Parmesan oder Tête de Moine
  • Wurstspezialitäten wie Fenchel- oder Trüffelsalami und Rohschinken
  • Wiener und Leberkäse passend zum Münchner Kindl
  • Kalte Gemüsesuppen wie Gazpacho oder Gurkenkaltschale
  • Garnelen, egal ob eingelegt oder frisch gegart
  • Rohkost wie Gurke, Paprika, Karotte oder Spargel
  • Wasser mit frisch gepresstem Zitronen- oder Grapefruit-Saft
  • Mandelmilch
  • Kokosjogurt clean und ohne Zuckerzusätze
  • Salziges Popcorn
  • Zartbitter-Schokolade
  • Frozen Yoghurt aus Griechischem Jogurt
  • Beeren, wie Blaubeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert